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die Insel Korsika
Mit einer Gesamtlaenge von 183 km und einer maximalen Breite von 83 km ist Korsika die zweitgroesste Insel des westlichen Mittelmeers. Es ist eine sehr bergige, landschaftlich wilde Insel. Von Cap Corse im Norden bis
zum Gipfel des Monte Cinto (2.710 m) steigt die breite Bergkette nach Westen hin an und endet im kantigen Abschluss der Steilkueste von Bonifacio. Mehr als die Haelfte der Insel ist mit Waeldern und wild wucherndem
Buschwerk, der Macchia bedeckt. Stark wuerzig riechende Pflanzen und Kraeuter wie Lavendel, Thymian und Rosmarin geben Korsika einen ganz charakteristischen Duft.
Die wild zerklueftete Westkueste Korsikas mit wunderschoenen Buchten, weiten Sandstraenden und lebhaften Hafenstaedtchen ist weitaus interessanter als die eher langweilig flache Ostkueste. Orte wie Macinaggio am Cap
Corse, L´lle Rousse, St. Florent, Calvi mit seiner gigantischen Kulisse und Bonifacio, der wohl einmalige Naturhafen geben der Westkueste ihr ganz eigenes Gepraege. Jeder Ort ist anders und lohnt einen Besuch. Allen
gemein ist das typisch franzoesische Flair. An der Westkueste und in der Strasse von Bonifacio - also zwischen Korsika und Sardinien -
bis nach Porto Vecchio im Suedosten Korsikas findet man auch die besten Tauchgruende. Ein wahres Taucher- und Wassersportparadies.
Da die Westkueste Korsikas genau im Mistralgebiet - einem der heftigsten Stuerme des Mittelmeers - liegt, sind die besten Reisemonate fur Korsika der Juli und August. Nach unserer Erfahrung ist im Fruehjahr und
Herbst ein Toern um Elba mit den o.g. umliegenden Inseln oder ein Toern an der Costa Smeralda von Sardinien vorzuziehen. Im Hochsommer aber ist Korsika ein wunderbares Tauch- und Segelrevier.
Zur Geschichte von Korsika: Schon 1300 vor Christi tauchen im Suedosten der Insel die Torreaner auf. Ihre Bauten die “Torri” aehneln den Nuragen auf Sardinien. Griechen,
Perser, Karthager
und Etrusker erobern die korsische Insel, um dann wieder von anderen Volksgruppen vertrieben zu werden. 259 wird Korsika roemisch und bleibt es bis zum Untergang des roemischen Reiches. Danach setzen sich Langobarden und auch nordafrikanische Seeraeuber, die Sarazenen auf der Insel fest. 1077 kommt Korsika unter den Herrschaftsbereich der Genueser und Pisaner. 1729 - 1769 kaempfen die Korsen in einem erbittert gefuehrten Unabhaengigkeitskrieg um ihre Freiheit, werden letztendlich aber von Frankreich besiegt und zu einem franzoesischen Departement gemacht. Bis heute versuchen die Korsen in ihrer Autonomie-Bewegung sich von Frankreich zu loesen.
die Insel Sardinien
(Costa Smeralda)
Sadinien ist mit 24.090 qkm nach Sizilien die zweitgroesste Insel des westlichen Mittelmeers. Die Insel hat den Charakter eines Mittelgebirges mit vielen Hoehenruecken, breiten Hochebenen und Heidelandschaften.
Sie ist reich an bizarren Felsformationen, Hoehlen und Grotten. Besonders im Fruehling duftet die Insel nach Wacholder, Myrte, Lavendel und Thyian.
Das von uns befahrene Gebiet der Costa Smeralda an der Nordostkueste Sardiniens mit der vorgelagerten Inselwelt der Strasse von Bonifacio - es sind nur 12 km von hier nach Korsika - gehoert zu den schoensten Segel-
und Tauchrevieren der Welt. Hier gibt es versteckte Buchten, kilometerlange einsame Sandstraende, smaragdgruenes Wasser und wunderbare Tauchgruende.
So ist es kein Wunder, dass vor etwa 30 Jahren einer der reichsten Maenner der Welt, der Aga Khan aus der bis dahin unberuehrten Landschaft ein exklusives Feriengebiet machte. Mondaene Haefen wie Porto Cervo und
Porto Rotondo sind allein wegen ihrer ausgefallenen Architektur einen Besuch wert. Daneben gibt es aber auch heute noch kleine sardische Ortschaften und Haefen, wo natuerlich alles viel billiger ist und man noch das
urspruengliche Sardinien kennenlernen kann. Im Juli und August geben sich an der Costa Smeralda die schoensten und teuersten Segel- und Motoryachten der Welt ein Stelldichein. Ein Augenschmaus besonderer Art!
Stete thermische Winde machen das Segeln hier zu einem Vergnuegen, aber auch die Taucher kommen auf ihre Kosten. Beste Tauchgruende auch mit Wracks lassen keine Wuensche offen. Wer sich fuer Geschichte interessiert,
sollte sich eine Landtour zu einer der fruehzeitlichen Nuragenfestungen und den Huenengraebern nicht entgehen lassen.
Zur Geschichte von Sardiniens: Man vermutet, dass der Name der Insel von kriegerischen Einwanderern aus dem 12. Jahrhundert vor Christi abstammt, die sich Shardana nannten. Vom 8.
Jahrhundert an wurde Sardinien von Phoeniziern und Karthagern besiedelt. Als im 5. Jahrhundert die Karthager die Ureinwohner und Shardana im Landesinneren zu bekriegen begannen, wurden die schon bestehenden Nuragen
von den Shardanern zu Festungen ausgebaut. Einige dieser Nuragen sind noch heute gut erhalten. Ab 238 kam Sardinien unter die Vorherrschaft des roemischen Reiches. Im Mittelalter versuchen Spanier die Insel zu
erobern, werden aber von den Seerepubliken Genua und Pisa geschlagen. Im 16. und 17. Jahrhundert geraet Sardinien dann doch unter spanische Gewalt. 1718 wird die Insel dem Haus Savoyen zugesprochen. 1848 ist
Sardinien das erste italienische Land, das sich fuer Unabhaengigkeit und Einigkeit einsetzt. 1871 ist die Einigung Italiens abgeschlossen. Sardinien wird zum Teil der geeinten Nation und teilt fortan ihr Schicksal.
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